"Asche zum Leben": Im Gespräch mit John Vusi Mfupi

Nachdem er kürzlich seine Arbeiten in der Saatchi Gallery im Rahmen der START Art Fair, London, KUNST AFRIKA spoke to John Vusi Mfupi about his upcoming exhibition ‘Ashes to Life,’ which opens on the 29th September 2016 at Candice Berman Fine Art in Johannesburg. Here Mfupi speaks about his use of collage, the importance of education and the burning of schools in Vuwani, Limpopo.

AA Newsletter 2016 Sept29 Mfupi1John Vusi Mfupi, Ich habe einen Traum, 2016. Gebrannte Papiercollage, 120 x 76 cm. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung des Künstlers.

KUNST AFRIKA: Sie haben Ihre Arbeiten bis nach Argentinien, Portugal, Malaysia und Schottland ausgestellt. Gleichzeitig haben Sie mit über zwanzig Schulen vor Ort zusammengearbeitet und eine Wertschätzung der künstlerischen Kultur unter südafrikanischen Jugendlichen entwickelt. Wie haben diese jeweiligen Erfahrungen Ihre Karriere als Künstler geprägt?

John Vusi Mfupi: My focus now, is to discover my own culture. It’s an interest fuelled by my travels overseas, and I want to transmit that to my audience. It is my duty as an artist to get people involved in art, especially the young ones. Travelling and workshopping with other artists around the world grows you as an artist. You learn new things and how other artists are using materials. 

Erzählen Sie uns bitte von Ihrer bevorstehenden Ausstellung 'Ashes to Life' bei Candice Berman Fine Art in Johannesburg.

Südafrika brennt. Als Institutionen wie Schulen, Universitäten und Bibliotheken in Flammen aufgingen, klingelte es, dass in Südafrika 2016 etwas völlig außer Kontrolle geraten war. Die Serie wurde durch das Verbrennen von Schulen in Vuwani, Limpopo, inspiriert. Ich sah die unglaubliche Selbstsucht in diesen Handlungen und fühlte das Bedürfnis, diese Kinder, deren Bildung jetzt gefährdet war, zu schützen und gleichzeitig ihre Jugend zu feiern. Ich nehme die Stücke auf, indem ich das weiße Papier in unterschiedlichem Maße verbrenne, um sepiaähnliche Porträts zu erstellen. Der Fokus jedes Porträts hat sich leicht verändert, wobei die Augen die Geschichte buchstäblich erzählen, wie der Titel der Ausstellung andeutet.

AA Newsletter 2016 Sept29 Mfupi2John Vusi Mfupi, Ich freue mich auf, 2016. Gebrannte Papiercollage, 120 x 76 cm.

Ihre Arbeit wird als ein Fest der Jugend und Mobilität beschrieben, das sich mit Fragen des menschlichen Lebens befasst, die Menschen weltweit betreffen. Der Großteil Ihrer aktuellen Arbeit zeigt Menschen, die ihren Alltag erledigen. ob auf einem Bauernhof, im Garten oder beim Fußballspielen. Was informiert Sie über die Wahl des Themas?

Celebrating youth has always played a central role in my art, as well as in my teachings… I’m just telling stories. It’s a daily life experience. I used to work with schools on a full-time basis and normally when I would drive past there, I would capture all those kids playing football. I don’t struggle with subject matter because it’s whatever I experience in my day-to-day.

AA Newsletter 2016 Sept29 Mfupi5John Vusi Mfupi, Frisches Erzeugnis, 2016. Magazincollage auf Papier, 76 x 120 cm.

Wenn Sie über Ihre Verwendung von Material sprechen, sagen Sie, dass „das einzige, was Sie brauchen, Farbe ist“, daher Ihre Entscheidung, in Collagen zu arbeiten. Was hat diesen Schritt veranlasst und wie hat sich dieser Übergang auf die Art und Weise ausgewirkt, wie Sie sich Ihrer "Leinwand" nähern?

Im dritten Jahr habe ich Malerei studiert und nach meinem Abschluss festgestellt, dass man als Künstler nicht nur Platz zum Arbeiten, sondern auch zur Aufbewahrung braucht. Meine Lösung bestand darin, Farbe durch Magazine zu ersetzen und so zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Leinwände sind sperrig, Papiercollagen können flach verpackt und einfach aufbewahrt werden. Mit Collage würde ich zwanzig oder mehr Kunstwerke machen und sie unter meinem Bett verstauen. Ich war nur ein paar Jahre vom College entfernt und es war schwierig, loszulegen. Ich hatte keinen Platz und musste Kunstmaterialien kaufen; Ich fing an, Zeitschriften zu benutzen, weil ich nur Farbe brauchte.

AA Newsletter 2016 Sept29 Mfupi3John Vusi Mfupi, Aus Liebe zum Spiel 4, 2016. Magazincollage auf Papier, 50 x 50 cm.

Ihre neueste Arbeit umfasst die Verwendung von verbrannten Zeitungen, gefundenen Gegenständen und Pigmenten im Gegensatz zu Zeitschriftenausschnitten. Wie sind Sie zu diesen Materialien gekommen, und ist dies eine Möglichkeit, die Sie in Zukunft weiter erkunden möchten?

My 2016 collection of works sees myself taking my signature style in a new direction. The colourful bits of magazine paper are replaced with white paper, burnt to various degrees. As I mentioned earlier, the series was inspired by the burning of schools in Vuwani, Limpopo. Art is about being innovative, so I will continue to work with this technique and keep on experimenting with paper art.

John Vusi Mfupi’s exhibition ‘Ashes to Life’ will be on show from the 29th September 2016 at Candice Berman Fine Art, Johannesburg.