Candice Breitz

South African-born and raised, but resident in Germany for many years, Candice Breitz has established a significant international reputation. She takes the detritus of popular culture as a main theme, repurposing and recontextualising her material as a lens-based bricoleur, collagist and commentator on mainstream film, fan culture and the idea of celebrity,among others. Despite her heavyweight profile and critical high regard internationally, she has never enjoyed a major survey show in the land of her birth. This omission has now been corrected through the combined good offices of the Standard Bank Gallery, the Goethe-Institut and the artist’s newly appointed local representative, Goodman Gallery. The body of work will go from the Standard Bank Gallery in the artist’s native Johannesburg, to Iziko South African National Gallery in Cape Town.

Die Show basiert auf dem neuen Titelstück, das eine einstündige einkanalige Videoarbeit und eine Reihe chromogener Drucke umfasst, im Wesentlichen Produktionsstills aus dem Video. Das Video enthält eine Montage aktueller Szenen aus den in Südafrika produzierten Über-Soapie-Generationen, der erfolgreichsten Seifenoper im südafrikanischen und tatsächlich afrikanischen Fernsehen. These scenes are copies – extra takes – of scripted scenes, into which the artist has arbitrarily inserted herself in a range of awkward and compromised positions. Sie ist durchweg ausdruckslos und stumm, und die komplett schwarze Besetzung der Show ignoriert sie entschlossen, während sie ihre Szenen spielen. Breitz has previously assayed the issue of what it is to be white in post-apartheid South Africa in her “Ghost Series” of ethnographic tourist postcards (1994-6). But while those ironically inverted a racist tourist trope – the representation of black women in a context of cultural commodification, turned into “whited-out” figures – the new video work inserts the white figure of the artist as a superfluity, a redundancy – an extra.But not quite. Etwas Besonderes ist auch eine Ergänzung, eine Ergänzung, ein Überschuss. Breitz’s awkward and unexplained presence in these frames has resonance outside of – in excess of – the immediate framing gesture it has of whiteness in a black cultural context. Der ehrgeizige Charakter der Generations-Handlung, ihre Geschichten über Intrigen, Skandale und materiellen Reichtum in einem geschlossenen Kreislauf aus schwarzer Repräsentation und schwarzer Populärkultur werden natürlich durch ihre Anwesenheit radikal gestört und rufen eine unerwünschte (in diesem Zusammenhang) Rasse hervor und politischer Subtext, die wiederholte und beharrliche Einfügung von Weiß in schwarze Angelegenheiten. Aber Generations ist eine labyrinthische Geschichte, die sich auf ein erfolgreiches Schwarzmedienimperium konzentriert, und Breitz ist bekannt dafür, dass die populären Medien sowohl Gegenstand als auch Gegenstand ihrer Arbeit sind. Das ursprüngliche Konzept des Stücks beinhaltete die Aufnahme einiger der einzelnen Szenen mit Breitz als McGuffin-Szenen während der eigentlichen Sendungsepisoden. Das Netzwerk legte ein Veto gegen die Idee ein und befürchtete die Entfremdung der Zuschauer. But this would have pushed the work into a very different place – where its motive force, that of questioning the logic and ideology of racially exclusive narratives, could have been fully revealed. It would have been no accident in such a staging outside of the gallery that the audience may have had a range of interpretations of the presence of Breitz’s “extra”, not necessarily pointing to race at all. Als Extra, eine unerklärliche und unheimliche Ergänzung, ist sie möglicherweise sogar zu einer Figur geworden. But we will never know – the context of the gallery ensures that the question of whiteness in this playing with black broadcast TV remains uppermost. Zwei weitere Videoarbeiten runden die Show ab. Das erste, Factum (2010), auf Video aufgezeichnete Interview des Künstlers mit einer Reihe identischer Zwillinge, bildet einen äußeren Ring aus altarähnlichen, geteilten Videobildschirmen, der Extra! und die anderen ausgestellten Arbeiten, die Videoinstallationen Vater und Mutter. Factum, inspiriert von einem gleichnamigen Werk von Robert Rauschenberg, besteht aus einem Einzelinterview mit jedem Zwillingspaar, das dann zusammen in einem Split-Screen-Display zu einem überraschend frei fließenden Dialog bearbeitet wird. Mit einer statischen Kamera, die die Themen und ihre gewählten, normalerweise häuslichen Hintergründe filmt, könnten die Interviews schnell verblassen, zusammen mit der Neuheit, in die Köpfe identischer Zwillinge zu gelangen. But subtle editing turns the work into an oedipal drama par excellence, with the assertion of difference between the two subjects, expressed both in their words and in electronic tics, quickly countered by the re-assertion of sameness – and always with the revealing absent presence of a parental figure. The oedipal component links Factum to perhaps the best-known of Breitz’s works, Mother and Father, both from 2005. Jedes umfasst eine Reihe von Videobildschirmen mit bekannten Hollywood-Schauspielern, die ursprünglich verschiedene Rollen als Mütter und Väter spielten. Sie werden digital aus dem Kontext der Filmrahmen herausgeschnitten, in denen sie spielen, und lassen nur die Schauspieler in Nah- oder Mittelaufnahme durch eine komplexe Reihe von Emotionen laufen, die durch Dialogfetzen, Schreie, Brüllen, Schnupfen und andere ausgedrückt werden abgespeckte Äußerungen. The skilful editing work brings each piece to an eerie and unsettling climax, before subsiding into inarticulacy and beginning the actors’ addresses to their absent children all over again.
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