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pendeln mit intuitivem Instinkt

Brundyn + freut sich, mit intuitivem Instinkt eine Ausstellung von Videoarbeiten zu präsentieren, die von Portia Malatjie kuratiert wurden. Die Ausstellung zeigt Werke lokaler und internationaler Künstler Michelle Monareng; Mocke J Van Veuren und Theresa Collins; Bofa da Cara (Nástio Mosquito und Pere Ortín); Nick Cave, Vaughn Sadie und Sello Pesa; und Gilad Ratman.

pendeln mit intuitivem Instinkt folgt Henri Lefebvres Vorstellungen von The Production of Space. Räume werden als Bereiche betrachtet, die niemals neutral und wohl nicht natürlich sind, sondern ideologisch und physisch so konstruiert sind, dass sie einem bestimmten Zweck dienen. Diese Räume, ob innerhalb einer Stadt, einer Nation oder eines Kontinents, sind voller Macht- und Überwachungsfragen. Die Bewegungen der Menschen werden kontrolliert, oft eingeschränkt und darauf ausgerichtet, bestimmte Wege des Geländes zu besetzen.
 
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Nick Cave Gestalt 2014
Einkanal-Video
14: 00-Minuten
Ausgabe von 5 + 2AP
Bild mit freundlicher Genehmigung des Künstlers und Jack Shainman, New York und BRUNDYN +

Nick Caves Gestalt ist ein Video, das sich von einigen seiner früheren Arbeiten unterscheidet. In dieser ruhigen und ruhigen Arbeit sehen wir eine Reihe von Darstellern (geschmückt in Caves berühmten Soundanzügen). Die Darsteller stecken in einem unglaublich klinischen weißen Raum fest, da ihre Bewegungen eine Spannung zwischen der Stille des Raums und den oft erschütternden Bewegungen der Darsteller verursachen. Ihre Interaktion mit dem Raum ist rätselhaft und deutet auf eine Verengung und vielleicht einen Hauch von Wahnsinn hin. Die Fähigkeit der Darsteller, sich in den Raum hinein und aus ihm heraus zu bewegen, deutet darauf hin, dass sie zwar die Mittel zur Flucht haben, aber eine inhärente Selbstkontrolle haben, die auf die Idee von Foucaults Panoptikum anspielt.

Das Protokoll von Mocke J Van Veuren und Theresa Collins: Zeit / Körper / Rhythmus / Johannesburg ist ein Versuch der Künstler, die Rhythmen und Impulse bestimmter Räume in der Stadt Johannesburg abzubilden und aufzuzeichnen.
Sello Pesa und Vaughn Sadie folgen diesem Beispiel und produzieren Inhabitant, das sich mit der Besetzung von Menschen in der Innenstadt von Johannesburg befasst.
Das Apartheidsystem führte erfolgreich die Kontrolle und Bewegung von Menschen bestimmter Bevölkerungsgruppen durch. Beispiele hierfür sind die Zwangsumsiedlungen von Schwarzen, Indern, Farbigen und Chinesen aus Gebieten wie Sophiatown und District Six. Parallel zu diesen Mega-Erzählungen gibt es kleinere Anekdoten wie die Zwangsumsiedlungen an Orten wie Heidelberg. Michelle Monareng untersucht in Removal to Radium eine Geschichte, die kaum erzählt wurde, eine persönliche Geschichte, in der sie die erzwungene Migration ihres Volkes nach Radium in der Provinz Nordwest erzählt.
Diese fremde Besetzung des Weltraums wird von Thenjiwe Nkosi in Le Tchad weiter untersucht und dokumentiert: True Heart. Die Künstlerin präsentiert uns ein visuelles Videotagebuch ihrer Reisen in den Tschad im Jahr 2008, als das Land unglücklichen politischen Turbulenzen ausgesetzt war. Im Video sehen wir die Künstlerin, wie sie ihre Identität ständig reinvestiert, neu interpretiert und rekonstruiert, um sie an die spezifischen Zeiten und Räume anzupassen, denen sie auf ihrer Reise begegnet.
Die transnationale Reise von Nkosi von ihrer damaligen Basis in New York in den Tschad spiegelt sich in My African Mind wider. Bofa da Cara, eine Zusammenarbeit zwischen Nástio Mosquito und Pere Ortín, untersucht unter anderem erzwungene transnationale Begegnungen wie den transatlantischen Sklavenhandel vom 1500. bis zum 1800. Jahrhundert. Mein afrikanischer Geist und mein europäischer Geist: Rebranding Europe spricht für den Austausch zwischen dem Westen und Afrika. Sie kehren zu einer Frage der Repräsentation zurück und argumentieren, dass die Art und Weise, wie Afrika vom Westen dargestellt wurde und wird, problematisch ist und dringend Neuerfindungen und Überlegungen erfordert.
Gilad Ratmans Die Tage der Familie der Glocke spielt humorvoll mit unserer Wahrnehmung von Raum und Schwerkraft. Indem wir uns eine illusorische Szene präsentieren, beginnen wir zu hinterfragen, was uns in den Medien und im Internet oft als Wahrheit präsentiert wird. Ein Katalog mit Tests von Portia Malatjie und Nomusa Makhubu wird die Ausstellung begleiten.