58. La Biennale di Venezia: Pavillon Madagaskar

Joël Andrianomearisoa wird während der 58. La Biennale di Venezia im Madagaskar Pavilion ausstellen

Madagaskar wird zum ersten Mal in seiner Geschichte an der 58. Internationalen Kunstausstellung der Biennale di Venezia mit eigenem Pavillon teilnehmen. Obwohl mehrere westliche Länder es seit mehr als einem Jahrhundert beendet haben, sind erst in den letzten zehn Jahren einige afrikanische Pavillons aufgetaucht, zum Beispiel Südafrika und Côte d'Ivoire.

Joël Andrianomearisoa bereitete seinen künstlerischen Vorschlag im Gespräch mit den beiden Kuratoren Rina Ralay Ranaivo und Emmanuel Daydé vor. Bei der Ausarbeitung seines Projekts erkundete er Referenzen in Bezug auf Leben, Nacht, Architektur, Literatur und Volkslegenden aus Madagaskar und anderen Ländern. Melancholie, Antananarivo, Madrid und Istanbul Nächte, der Ilafy Palast verbunden mit der Erinnerung an König Radama II; Die Skyline von Cotonou, die Legende vom Tritriva-See und einige Notizen des Dichters Jean-Joseph Rabearivelo im Dialog mit Marguerite Duras 'India Song erwecken eine andere Außenwelt in einem süßen, heftigen Zerknittern aus schwarzem Papier zum Leben.

Joël Andrianomearisoa wurde ausgewählt, um sein Land zusammen mit den Kuratoren Rina Ralay Ranaivo und Emmanuel Daydé zu vertreten. Dies liegt an der Erfindung und Reife seiner Arbeit, seinem internationalen Ruf sowie der bedingungslosen Unterstützung seines beruflichen Netzwerks.

Diese erste Teilnahme an der Biennale di Venezia ist ein historisches Ereignis für Madagaskar. Es ist ein Zeichen von Dynamik und Modernität für die madagassische Nation. Es spiegelt ein positives Bild des Landes auf nationaler und internationaler Ebene wider, obwohl allzu häufig exotische oder miserable Bilder damit verbunden sind. Es ist eine Botschaft der Hoffnung und Bereitschaft, die kreativen Kräfte Madagaskars in den Mainstream der Welt zu stellen. Der Madagaskar-Pavillon, ein Projekt des Madagaskar-Kulturministeriums, wird vollständig aus nationalen und internationalen privaten Mitteln finanziert.

Die Arbeit des Künstlers entwickelt sich um eine nicht explizite, oft abstrakte Erzählung, die jeder wahrnimmt, der er jedoch keinen Namen geben kann. Seine Formenwelt verwebt seine Arbeit in Sequenzen, die oft in einer tiefen Traurigkeit verstrickt sind, die durch eine Abwesenheit verursacht wird, die unmöglich zu füllen ist.

Und dafür verwendet er in keiner bestimmten hierarchischen Reihenfolge Klang in seiner immateriellen Dimension oder das Buch in seiner Hypermaterialität, seidiges Textil oder raues Plastik, Schwarz oder die schimmerndsten Farben.

 

Seine jüngste Erfahrung in Aubusson mit einem Wandteppich, dessen Verwirklichung sechs Monate dauern würde, spiegelt diese Komplexität wider und verwickelt eine flache Figurationsskizze mit den dicksten Knoten eines unbekannten Dramas.

Der Madagaskar-Pavillon wird von Rina Ralay Ranaivo und Emmanuel Daydé kuratiert. Der Pavillon kann auf der 58. La Biennale di Venezia vom 11. Mai bis 24. November 2019 besichtigt werden.