Puppenspieler

Im Gespräch mit André van Vuuren

Art South Africa in conversation with Andre van Vuuren, exhibiting with The Lovell Gallery at the Cape Town Art Fair (25 – 27 Oct)

1) Art South Africa: Ihre Bilder scheinen mühelos Elemente der Figuration mit Abstraktion zu verbinden. Wie sehen Sie die Zusammenarbeit dieser beiden Elemente?
 
Andre van Vuuren: Um rein abstrakt malen zu können, müsste man in einem Vakuum aufwachsen und sich weiterbilden, in dem es keinen Bezugsrahmen und keine Vorurteile gibt.
Ich finde meine Themen in allem, was um mich herum ist und in allem, was mich beeinflusst, sei es Landschaft, physische Figuration oder das, was in meinen eigenen Gedanken existiert. Daher ist es für mich selbstverständlich, innerhalb der Kombination von zwei oder mehr Elementen zu kreieren.
Puppenspieler
 
2) ASA: Können Sie uns einen Einblick in Ihren Prozess als Künstler geben?
 
AvV: Bevor ich mit dem Malen beginne, identifiziere ich zuerst meinen emotionalen Geisteszustand. Meine ersten Markierungen werden dann zu meiner Roadmap und ändern meinen Kurs, während ich mich durch die kreativen Passagen bewege, die mein Geist nimmt. Ich kann mit einer bestimmten Farbe beginnen, die mit zunehmendem Bild möglicherweise verschwindet, um an einer anderen Stelle des Werks wieder aufzutauchen, oder sogar in einem anderen Werk auftaucht.
Ich male rein intuitiv. Wenn ich eine Landschaft male, mache ich manchmal eine Skizze. Aber im Allgemeinen sind die einzigen Informationen, die ich ins Studio bringe, die Gefühle und die emotionale Reaktion auf das, was ich gesehen habe. Das wichtigste Element, das ein Kunstwerk enthalten muss, ist Emotion . Kunst ist schließlich die Schaffung eines emotionalen Tieres, das zur Dekoration seiner Umwelt verwendet wird.
 
3) ASA: Wer sind deine stärksten künstlerischen Einflüsse?
 
AvV: Es gibt Hunderte von Einflüssen. Es gibt die ganze Natur, die Menschheit in all ihrer Hässlichkeit und in all ihrer Schönheit, es gibt den enormen Körper der Schöpfung des Menschen.
Wenn ich einen bestimmten Künstler herausgreifen würde, müsste es Picasso sein. Von meinem ersten Interesse an Kunst und Malerei in sehr jungen Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1972 hatte ich das Privileg, Zeuge des Werkes des wohl größten Künstlers des 20. Jahrhunderts zu sein.
Freiheit
 
4) ASA: Was war das Konzept hinter Ihrer Einzelausstellung "Walking Man"? Wie passt es zu Ihren anderen Werken?
 
AvV: 20 Years ago I painted my first “Walking Man” which is essentially my own journey or walk along my artistic path. Another theme that I often re-visit is  “Fallen Man,“ both of which are emotional self portraits.
 
5) ASA: 'Walking Man' in der Lovell Gallery endet am Wochenende der Cape Town Art Fair; Wirst du einige dieser Werke auf der Messe zeigen oder gibt es andere Werke, die du zeigen willst?  
 
AvV: Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich habe mich noch nicht entschieden.
 
Bewegliches Bewusstsein