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Kemang Wa Lehulere ist der erste Gewinner des Internationalen Tiberius Kunstpreises Dresden

 
Kemang Wa Lehulere hat den ersten Internationalen Tiberius-Kunstpreis Dresden gewonnen und ehrt einen herausragenden zeitgenössischen Künstler außerhalb Europas.

In Zusammenarbeit mit dem FORUM TIBERIUS, dem internationalen Forum für Kultur und Industrie, überreicht die Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD) erstmals den Internationalen Tiberius Kunstpreis Dresden.
 
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Kemang Wa Lehulere. Bild von creativeafricanetwork.com
 
Der mit 20,000 Euro dotierte Preis wurde 2013 als Hommage an herausragende zeitgenössische Künstler außerhalb Europas ins Leben gerufen. Der erste Gewinner wird der südafrikanische Künstler Kemang Wa Lehulere sein, dessen Werke kürzlich in der Ausstellung „My Joburg. Die Kunstszene Johannesburgs “in der Kunsthalle Lipsiusbau in Dresden. Der Preis besteht aus dem Kauf einer Arbeit und der Finanzierung. Kemang Wa Lehulere ist eingeladen, ein Kunstwerk für die SKD zu schaffen. Zu diesem Zweck wird der Künstler im Juni 2014 in Dresden anwesend sein.
 
Erinnerung an die Zukunft1
Kemang Wa Lehulere, Erinnerung an die Zukunft eines Lochs als Verb 2.1, 2012.
Weiße Kreide auf schwarzer Farbe, 273 x 1570 cm. © Copyright 2012, STEVENSON. Alle Rechte vorbehalten.
 
Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: „Mit der Preisverleihung an Kemang Wa Lehulere ehren wir einen vielseitigen Künstler, dessen Werke die zeitgenössische Kunst geprägt haben. Seine Texte, Zeichnungen und Performances inspirieren sich gegenseitig und sind eng miteinander verwoben. Gleichzeitig stellen seine übergroßen Wandzeichnungen die performative Kunst des Zeichnens dar und verschwinden wie am Ende der Ausstellung. “
 
Kemang Wa Lehulere wurde 1984 in Kapstadt, Südafrika, geboren und studierte Kunst an der University of the Witwatersrand. Seine Arbeiten umfassen Zeichnungen, Videokunst, Performancekunst und skulpturale Installationen.
 
Seine collagenartigen Arbeiten ebnen den Weg für neue Geschichten mit einer Vielzahl von Interpretationen und können gleichzeitig als Archiv angesehen werden, das den Prozess des Erinnerns und Vergessens veranschaulicht. Wa Lehuleres Arbeiten wurden weltweit ausgestellt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Tollman Award für Bildende Kunst (2012) und dem Baloise Art Prize (2013). Der Künstler lebt und arbeitet in Johannesburg, Südafrika.
 
Kemang 
Kemang Wa Lehulere, Ohne Titel XNUMX, 2012.
Tinte auf Papier, 41 x 31 cm. © Copyright 2012, STEVENSON. Alle Rechte vorbehalten.
 
Mit den Worten von Jürgen Mülder, Executive Speaker von FORUM TIBERIUS, dem internationalen Forum für Kultur und Industrie: „Mit der Einweihung dieser Auszeichnung möchte FORUM TIBERIUS ein neues Mittel zur Anerkennung zeitgenössischer Kunst schaffen und gleichzeitig auf Dresdens Offenheit aufmerksam machen zu globalen Trends als Stadt der Kultur. Da wir wissen, dass Kultur eine Schlüsselbasis für das Stadtleben ist, möchten wir einen Diskurs zwischen Kultur und Gesellschaft anregen. Kemang Wa Lehulere wiederholt diesen Dialog ständig. Seine Arbeiten verbinden das Trauma und die Mythen der südafrikanischen Vergangenheit mit den heutigen sozialen Problemen. Dabei hat er nicht nur seine eigene Generation nachhaltig beeinflusst. “
 
Mit diesem dynamischen Diskurs will der Internationale Tiberius-Kunstpreis Dresden ein neues Bewusstsein für den Umgang mit Kunst und Kultur schaffen. Es richtet sich an junge Künstler, deren Arbeiten Themen im Zusammenhang mit globalen Entwicklungen und ihren sozialen und kulturellen Auswirkungen behandeln. Ziel ist es, eine gemeinsame Plattform für die internationale Förderung herausragender Künstler und ein weltweites Netzwerk zu schaffen, um sie zu Beginn ihrer Karriere zu unterstützen.
 
Diesem Prinzip haben sich die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden immer verpflichtet gefühlt. Als die Kunstkammer 1560 gegründet wurde, zeigte sie bereits ein besonderes Interesse an zeitgenössischen Meisterwerken aus einer Vielzahl von Kulturen, die den höchsten handwerklichen und technischen Ansprüchen gerecht wurden. Der Fokus der Sammler lag immer auf fernen Ländern und Kontinenten, um die universelle Verbindung zwischen allem auf der Erde aufzudecken und den Zuschauern ein umfassendes Weltbild zu bieten.
 
Mitglieder des Panels Internationaler Tiberius Kunstpreis Dresden 2013:
Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Ulrich Bischoff, ehemaliger Direktor der Galerie Neue Meister des SKD
Jürgen B. Mülder, Geschäftsführer von FORUM TIBERIUS
Moritz Freiherr von Crailsheim
Klaus FK Schmidt
 
Text von SKD