Siwa Mgoboza. Les Etres DAfricadia (Masker) IV.59.2 x 42 cm. Ed von 5 + 3AP

MIA Fotomesse

Pionierarbeit für eine neue visuelle Identität

 

Porträt von Siwa Mgoboza von Gerda Genis. Courtsey of Semaphore Gallery.Porträt von Siwa Mgoboza von Gerda Genis. Courtsey of Semaphore Gallery.

 

Die von Fabio und Lorenza Castelli gegründete und geleitete MIA Photo Fair ist Italiens erste und einzige Kunstmesse, die sich der Fotografie und dem bewegten Bild widmet. Sie wurde geschaffen, um die transversale Rolle der Fotografie in der Ausdruckssprache der zeitgenössischen Kunstszene hervorzuheben.

In seiner achten Ausgabe hat sich MIA zum Ziel gesetzt, eine neue visuelle Identität zu schaffen, und die südafrikanische Künstlerin Siwa Mgoboza ausgewählt, um den Weg für diesen neuen Charakter zu ebnen. Seine Serie 'Les Êtres D'Africadia' wurde für die MIA Photo Fair 2018 ausgewählt und wird in Zusammenarbeit mit der African Artists 'Foundation und dem Lagos Photo Festival laufen.

Mgoboza - der sich selbst als "postkolonialer" Hybrid bezeichnet - wuchs die meiste Zeit seiner Jugend im Ausland auf und ist seitdem nach Südafrika zurückgekehrt, um eine Karriere in der Kunst zu verfolgen. Mgobozas Arbeit hat eine ziemlich globale Erziehung erlebt und beschäftigt sich mit einem globalisierten Selbstgefühl, einer westlichen Erziehung und verschiedenen Vorstellungen von Unterschied und Zugehörigkeit - alles in Bezug auf die Grenzräume, in denen diese Identitäten existieren.

 

Siwa Mgoboza. Les Etres D'Africadia (Masker) I. 59.4 x 42 cm. Ed von 5. + 3AP KopieSiwa Mgoboza, Les Etres D’Africadia (Masquer) I. 59.4 x 42 cm. Ed von 5. + 3AP Kopie. Mit freundlicher Genehmigung der Semaphore Gallery.

 

Von seinen persönlichen Erfahrungen mit Vorurteilen und Assimilation geprägt, interpretiert Mgoboza die afrikanische Kultur in seinen Fotografien und porträtiert sich anhand von Figuren, die für das charakteristisch sind, was er als "Africadia" bezeichnet. Laut dem Künstler ist 'Africadia' ein symbolischer Raum der Toleranz und des Verständnisses und steht in direktem Kontrast zu den vielen Konflikten und kulturellen Unterschieden Afrikas. Mgobozas Visionen bieten einen kaleidoskopischen Ausdruck heterogener Identität - kulturelle Hybride unbestimmter Rasse und Geschlechts.

Diese Visionen inspirieren genau die achte Ausgabe der MIA Photo Fair. Mit 80 Galerien aus über 13 Ländern weltweit, 15 Fachverlagen und 20 unabhängigen Künstlern bietet auch MIA einen facettenreichen Ausdruck heterogener Identität.

 

Siwa Mgoboza. Les Etres DAfricadia (Masker) II. 59.2 x 42 cm. Ed von 5 + 3AP KopieSiwa Mgoboza, Les Etres DAfricadia (Masker) II. 59.2 x 42 cm. Ed of 5 + 3AP copy. Courtesy of Semaphore Gallery.

 

Diese kulturelle Hybridität von Mgobozas Werken zeigt sich in den verwendeten Stoffen, die sich auf die Einflüsse der kolonialen Besetzung afrikanischer Länder stützen, insbesondere auf die britische Kolonialherrschaft über Mgobozas Geburtsland Südafrika. Mgoboza greift auch auf sein Hlubi-Erbe zurück, indem er das helle und dicht gemusterte Ishweshwe-Tuch in seine fotografischen, skulpturalen und textilen Arbeiten einbezieht. Mgoboza wird traditionell von Frauen getragen und bezieht sich auf ein Motiv, das sofort als „afrikanisch“ erkennbar ist, bei näherer Betrachtung jedoch wirklich globale Wurzeln hat und über niederländische Handelswege aus Indien in das südliche Afrika gelangt ist.

Ishweshwe ist ein Symbol, das in das Ethos von Mgobozas "Africadia" eingebettet ist - des kulturellen Austauschs über Kontinente hinweg, der Indigenisierung und der kulturellen Wiederbelebung. "Africadia" bietet auch ein Mittel, um - wenn auch nur vorübergehend - Vorurteile zu überwinden, die auf vorgefassten Vorstellungen von Geschlecht, Rasse, Religion, Klasse und Nationalität beruhen. Hybridität ist das Kernstück des "Africadian" -Experiments, da Mgoboza sich eine Welt vorstellt, in der Absolutes fließend und offen für Debatten wird.

"Africadia" ist das Ziel der MIA Photo Fair, und in dieser Hinsicht ist Mgoboza gekommen, um die achte Ausgabe zu repräsentieren und die Fotografie und das bewegte Bild in Italien zu feiern.   

 

Siwa Mgoboza. Les Etres DAfricadia (Masker) III. 59.2 x 42 cm. Ed von 5 + 3AP KopieSiwa Mgoboza, Les Etres DAfricadia (Masker) III. 59.2 x 42 cm. Ed of 5 + 3AP copy. Courtesy of Semaphore Gallery.

 

FEATURED IMAGE: Siwa Mgoboza, Les Etres DAfricadia (Masker) IV.59.2 x 42 cm. Ed of 5 + 3AP. Courtesy of Semaphore Gallery.