Nicholas Hlobo Izithunzi

Nicholas Hlobo bei Locust Projects / Miami

Locust Projects in Miami: Sonderausstellungen für Basel.
Nicholas Hlobo: Intethe (Skizze für eine Oper)
Nicholas Hlobo in collaboration with local Haitian musicians on an opera entitled “Intethe” (“Locust” in Xhosa).

Projektraum: Frances Trombly: Über und unter
Angel Otero: Kunst in Bewegung
November 9 - Dezember 21, 2013
Empfang für die Künstler mit einer Performance von Nicholas Hlobo
Donnerstag, 5. Dezember, 7-10 Uhr
 
Locust Projects feiert sein 15-jähriges Bestehen mit experimenteller zeitgenössischer Kunst und freut sich, Intethe (Skizze für eine Oper), das erste große Projekt des südafrikanischen Bildhauers Nicholas Hlobo, in Miami zu präsentieren. Hlobo ist dafür bekannt, Theaterumgebungen und weitläufige organische Skulpturen aus Materialien wie Leder und Gummi zu schaffen, die aufwendig mit Bändern und Spitzen vernäht sind. Diese Installation wird die großformatigen Skulpturen in einen facettenreichen Aufführungsraum und eine Videoinstallation integrieren. Zum ersten Mal wird er mit der in Miami ansässigen haitianischen Band Papaloko und Loray Mistik an einer Skizze für eine Oper mit dem Titel Intethe („Locust“ in der Sprache Xhosa) zusammenarbeiten, um Vorstellungen von gemeinsamer Identität in der globalen afrikanischen Diaspora zu untersuchen.
 
Nicholas Hlobo Izithunzi
Nicholas Hlobo, ‘Izithunzi,’ 2009. Rubber inner tube, ribbon, organza, lace, found objects, steel, couch, dimensions variable. Installation view, South African National Gallery, Cape Town. Courtesy of the artist and Stevenson, Cape Town and Johannesburg
 
Durch seine Arbeit zeigt Hlobo Interesse an der Vermischung kultureller Dichotomien: traditionell vs. kolonial, ländlich vs. städtisch, Kind vs. Erwachsener, hetero vs. queer, die zu unerwarteten neuen Wandteppichen zusammengefügt werden. Die Aufführung wird die kulturelle und spirituelle Hybridität untersuchen, zu der die Identität der haitianischen Musiker eine neue Ebene hinzufügt. Die experimentelle Oper wird in die Installation eingefügt, und ein Teil der Galerie wird als Ankleidezimmer für die Darsteller dienen, deren Kostüme im Raum bleiben, wenn sie nicht anwesend sind. Die Live-Performance wird während der Ausstellung zweimal präsentiert und die Originalpartitur, die der Künstler und die Musiker gemeinsam geschrieben haben, wird in die Installation aufgenommen.
 
Frances Trombly-Overunder-Image
Frances Trombly, ‘Over and Under’
 
Im Projektraum präsentiert die in Miami lebende Künstlerin Frances Trombly Over and Under, ein raumhohes Gerüst. Diese Struktur bildet den Rahmen für eine handgefertigte Leinwand, die rhythmisch auf und ab gewebt wird, so, dass sie die industrielle Stoffproduktion optisch widerspiegelt. Over and Under, Tromblys bislang größte Arbeit, stellt eine direkte Herausforderung für die Atelierpraxis der Künstler dar und eröffnet eine neue Beziehung zur Körperlichkeit des Webstuhls, indem sie sich seinen Grenzen widersetzt. Over and Under erweitert Tromblys Interesse an dem Kontrast handgefertigter Objekte, die normalerweise in Massenproduktion hergestellt werden, und konzentriert sich auf das Tuch selbst. Die Arbeit enthält eine Zeitleiste ihrer eigenen Konstruktion, eine Transkription der Gesten des Arbeitens und Konstruierens im Raum.
 
Angel Otero wurde beauftragt, ein Werk für Art on the Move zu erstellen, das Teil der laufenden Initiative für öffentliche Aufträge von Locust Projects ist. Der in New York lebende puertoricanische Künstler bettet persönliche Geschichte in seine dicht geschichteten abstrakten Gemälde ein. Oteros Untersuchungsprozess beginnt mit dickschichtigen Kompositionen, die auf große Glasebenen gemalt sind. Diese „Ölhäute“ werden dann in Blättern abgekratzt und auf Leinwand drapiert, wodurch Schichten von Untermalung sichtbar werden und das Originalbild verzerrt wird. Oteros Kunstwerke erscheinen im Dezember 2013 auf der Rückseite von Miami Beach-Bussen und an den Haltestellen der Miami Metro Rail.
 
Locust-Projekte:
2013 jährt sich Locust Projects zum 15. Mal, ein gemeinnütziger Ausstellungsraum, der zeitgenössischen bildenden Künstlern die Freiheit bietet, mit neuen Ideen zu experimentieren, ohne den Druck des Galerieverkaufs oder die Einschränkungen herkömmlicher Ausstellungsräume. Locust Projects wurde 1998 von einem Trio von Künstlern aus Miami gegründet und hat sich zu einem der robustesten alternativen Kunsträume des Landes entwickelt. Es bietet abenteuerliche Ausstellungen, Vorträge, Bildungsprogramme und öffentliche Aufträge, die alle kostenlos und für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
 
Mit freundlicher Genehmigung von Lisa Palley, Palley Promotes