Serge Attukwei Clottey stellt Afrika in den Mittelpunkt der globalen Kommunikation

Der ghanaische Künstler Serge Attukwei Clottey spricht mit KUNST AFRIKA über seine Installation, Kusum Gboo Ga im Facebook-Hauptquartier in San Francisco.

Serge Attukwei Clottey ist bekannt für seine Arbeit, die die mächtige Vermittlung von Alltagsgegenständen untersucht und persönliche und kollektive Erzählungen untersucht, die sich politisch in Handels- und Migrationsgeschichten befinden. Die Ausstellung seiner Arbeiten im Facebook-Hauptquartier - dem Zentrum einer Organisation, die fast jeden Winkel der Welt erreicht und alle Aspekte des täglichen Lebens und des Handels beeinflusst - scheint monumental und perfekt zu passen.

Im Mittelpunkt des Dialogs von Serge Attukwei Clottey mit Ghanas Kulturgeschichte steht der Begriff der Leistung als tägliche Aktivität. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Clotteys neueste Installation in der Facebook-Zentrale in San Francisco zu finden ist.

Clotteys skulpturale Installationen schneiden, bohren, nähen und schmelzen gefundene Materialien und sind mutige Assemblagen, die als Mittel zur Untersuchung der Sprachen von Form und Abstraktion dienen.

 

Serge Attukwei Clottey installiert seine Arbeit Kusum Gboo Ga ​​(Tradition stirbt nie) im Facebook-Hauptquartier, 2018.Serge Attukwei Clottey installiert seine Arbeit Kusum Gboo Ga (Tradition stirbt nie) in der Facebook-Zentrale, 2018.

 

Die Facebook-Kommission ist nur der Beginn von Clotteys Engagement in den USA, an dem er auch teilnehmen wird Direkt am Äquator Eine große Ausstellung zeitgenössischer afrikanischer Kunst und ein öffentliches Programm werden im September 2019 im San Francisco Art Institute eröffnet.

KUNST AFRIKA sprach mit Clottey über seine Arbeit bei Facebook, Kusum Gboo Ga (Tradition stirbt nie) - ein Konzept, das der materiellen Kultur durch die Verwendung von Behältern mit gelber Gallone begegnet. Kusum Gboo Ga bietet Afrika die Möglichkeit, einen positiven Einfluss auf die globale Kommunikation von Facebook aus zu haben - dem Herzen der zeitgenössischen menschlichen Verbindung.

KUNST AFRIKA: The international art world is very much a ‘Western Contructed Institution’. As a Ghanaian artist what have some of the biggest challenges been to build and develop your career?

Serge Attukwei Clottey: Ehrlich gesagt habe ich der Präambel dieser Frage nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt. Für mich ging es immer darum, die Geschichten meiner Gemeinde, Ghanas und Afrikas in meine Kunst zu übersetzen. Meine Kunst wird gerade international (einschließlich des Westens) anerkannt, weil viele Menschen, insbesondere Schwarze auf der ganzen Welt, sich auf die Erzählungen beziehen können, die ich erforsche. Die größte Herausforderung für mich war es, meine Leute dazu zu bringen, die Bedeutung meiner Arbeit für die Gemeinschaft zu verstehen. Aber nach und nach begreifen viele Menschen die allgemeine Relevanz der Kunst in Ghana, und das ist es, was ich sagen werde, um meine Karriere weiterzuentwickeln.

Haben Sie disruptive Strategien angewendet, um voranzukommen, und welchen Rat geben Sie jungen Künstlern, die Sie als Vorbild betrachten?

I’ll say my knack to claim spaces with my performances. My ability to ‘hijack’ public spaces. Most times people are afraid to get into public spaces to perform or showcase their work because they’ve not gone through a bureaucratic process to acquire permission to do things there. Sometimes if you try to go through these processes your works are censored, especially if it critiques certain social constructs. For my collective and me we go into public spaces and do our performance and leave. Also, we just don’t go and forcefully take these spaces from the people who are there, we negotiate these spaces and we do it by making our performances an audience inclusive work. I’ll only tell young artists to work on narratives that best fit their works and be bold in engaging the politics they want to explore in their work. They shouldn’t work because they want to get into the art market and become famous. In that case, their works may lack value and integrity.

 

Serge Attukwei Clottey installiert seine Arbeit Kusum Gboo Ga ​​(Tradition stirbt nie) im Facebook-Hauptquartier, 2018.Serge Attukwei Clottey installiert seine Arbeit Kusum Gboo Ga (Tradition stirbt nie) in der Facebook-Zentrale, 2018.

 

Glauben Sie, dass die Facebook-Kommission das Profil afrikanischer Künstler beeinflussen wird, und welche Botschaft sendet Ihre dort lebende Arbeit an die Welt?

There are many factors that are currently impacting the profiles of African artists, for example, Ibrahim Mahama was commissioned to do a large piece at the Venice Biennale. And that was a big deal. Many other things are happening in that sense, and so if this facebook commission will also contribute to it then I’ll be happy about that.  For me, the important thing about this project is getting the chance to share my community with the world. Myself and many other people from my community did this work, and so that’s what makes me more excited about it. It’s a product of community effort. If anybody goes to the Facebook HQ and sees the work, the information they’ll get on it will lead them to the San Francisco community.

Ich habe gehört, Sie haben ein eigenes Programm zur Förderung / Entwicklung. Möchten Sie uns mehr darüber erzählen?

Ich arbeite an der Weiterentwicklung des Projekts "Follow the Yellow Brick". Das Projekt zielt darauf ab, die Migrationshistorien meiner Familie von Jamestown nach LA zu verfolgen und ordnungsgemäß zu dokumentieren. Ich werde weitere Informationen veröffentlichen, sobald das Projekt fortschreitet.

 

Serge Attukwei Clottey installiert seine Arbeit Kusum Gboo Ga ​​(Tradition stirbt nie) im Facebook-Hauptquartier, 2018.Serge Attukwei Clottey installiert seine Arbeit Kusum Gboo Ga (Tradition stirbt nie) in der Facebook-Zentrale, 2018.