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Wahre Farben

Ndikhumbule Ngqinambis Arbeit, die in einer lebendigen Ausstellung mit dem Titel 'True Colors' (2014) in der Barnard Gallery zusammengeführt wurde, hat etwas ausgesprochen Apokalyptisches.

 
Irgendwo jenseits des Rahmens, zwischen verkohlten Landschaften und brütendem Himmel, wird eine Schlacht geführt - eine Schlacht, in die Tausende und Abertausende mehrfarbiger Soldaten in den Untergang marschieren.
 
His work reads almost like a novel, in which the flag is a pivotal character, a key protagonist in a dramatic narrative of scandal and tarnished aspirations. Usually representative of hope and honour, the flag in Ngqinambi’s work becomes a contaminated emblem, a loaded symbol of corruption and kleptocracy.  The current South African flag, in particular, came to symbolise a new dawn, a new era; its design indicating a coming together of different groups for change, for revolution.
 
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Ndikhumbule Ngqinambi, Unter die Oberfläche, 2014. 900 x 600 mm, Öl on Leinwand.
 
Industrielle Dominanz (2014) zeigt eine riesige marschierende Menge, die in die lebhaften Farben Rot, Blau, Schwarz, Gold und Grün getaucht ist. Sie marschieren unter einer bevorstehenden chinesischen Flagge, die sie zu verschlingen droht, auf ein unbestimmtes Ziel zu. Das akribische und sich wiederholende Detail, das auf die Reihe um Reihe des gesichtslosen Marschierens angewendet wird, und die breiten gestischen Striche am steilen Himmel bilden zusammen ein Bild, das selbst paradox ist. Zwischen Präzision und malerischem Ausdruck, zwischen einem geplanten Land und einem realisierten Land; Ngqinambis Arbeit neigt und giert wie ein Schiff auf See durch eine neu interpretierte Geschichte, die exquisit in dicken, lebendigen Farben wiedergegeben wird.
 
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Ndikhumbule Ngqinambi, industriell Vorherrschaft, 2014. 2000 x 1500 mm, Öl on Leinwand.
 
Es ist nicht überraschend zu sehen, wie viele rote Punkte bereits vor der Eröffnung den Platz neben den Titeln einnehmen. Ngqinambi macht erfolgreich politische Kommentare ohne Propaganda und zaubert Spektakel, ohne histrionisch zu sein.
 
Überzeugen Sie sich selbst von Ngqinambis Arbeit im Barnard Gallery Kapstadtvom 22. Mai bis 10. Juli 2014.
 
Von Fay Jackson