Beobachten! Liveauftritt Trópico Entrópico

MACAAL veranstaltete ein Instagram Live unter der künstlerischen Leitung von Taoufiq Izeddiou und einen Auftritt der Tänzerin Salma Sadeq

Im Rahmen der neuesten MACAAL-Ausstellung "Haben Sie in letzter Zeit einen Horizont gesehen?" Veranstalteten sie eine einzigartige Aufführung über Instagram Live. Taoufiq Izeddiou (Direktor der Auf dem Markenfest) inszenierte eine Performance von Salma Sadeq, die die ortsspezifische Installation von Felipe Arturo aktivierte Trópico Entrópico zur Zeit.

Über Trópico Entrópico

Trópico Entrópico ist Teil einer Reihe von Werken mit dem Titel Postkoloniale Böden die offene Debatte über den Prozess der Akkulturation. Für diese Skulptur aus weißem und braunem Zucker lässt sich der Künstler vom Muster eines Schwarz-Weiß-Mosaiks inspirieren, das im 19. Jahrhundert geschaffen wurde, um an das Treffen der Gewässer in der Nähe von Manaus in Brasilien zu erinnern. An diesem Zusammenfluss fließen die beiden Bäche, deren Wasser jeweils ocker und schwarz ist, sechs Kilometer lang ohne Vermischung zusammen. Diese in Südamerika bekannte Anomalie ist zu einer Metapher für die durch den Kolonialismus auferlegte kulturelle Assimilation geworden. Die Wahl des Zuckers ist nicht zufällig, da er sich auf die Hauptmotivation der Kolonialreiche bezieht: die Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Fragil, interaktiv und evolutionär schlägt die Arbeit vor, „die Kolonisierung des amerikanischen Kontinents als einen langsamen Prozess der kulturellen Entropie zu betrachten“. Der weiße und der braune Zucker bilden in einem prekären Gleichgewicht getrennte, benachbarte Wellen, wodurch ein Muster entsteht, das im Verlauf der Ausstellung zu Evolution, Vermischung und Homogenisierung führt. In der Tat ist das Werk für Felipe Arturo abgeschlossen, wenn seine geometrische Ordnung von der Öffentlichkeit verändert wurde.

Über 'Hast du in letzter Zeit einen Horizont gesehen?', Kuratiert von Marie-Ann Yemsi.

Die Ausstellung, deren Titel einem Lied von Yoko Ono entnommen ist, untersucht die Politik von Raum und Ort und ist eine Einladung, die Welt anders zu sehen und zu kennen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten einer Auswahl aufstrebender und etablierter internationaler Künstler, darunter Yoko Ono (USA), Kapwani Kiwanga (Kanada-Frankreich), Rahima Gambo (Nigeria) und Amina Benbouchta (Marokko). Durch eine Vielzahl von Medien und mit mehreren neuen Aufträgen: "Haben Sie in letzter Zeit einen Horizont gesehen?" Die teilnehmenden Künstler hinterfragen ihre Lebensumgebung auf sensible und engagierte Weise.